Intellectual Output 5: Lehrerfortbildungsmodul

(Hildi Rieger)

“Disseminating Culture Shake: A Module for Further Teacher Education” ist ein Modul der Lehrerfortbildung, das sich an Lehrer und Lehrerinnen wendet, die beabsichtigen, basierend auf der kulturellen und linguistischen Diversität ihrer jeweiligen Lerngruppen, eigene Projekte zu entwickeln.

CUSHA Prioritäten werden durch folgende Prozesse erfüllt:

  • Inklusion: Der neue Bildungsplan in Deutschland, der seit 2016 gültig ist, passt sich der neuen Situation verstärkt heterogener Lerngruppen sowie der Tatsache, dass die Lernenden den verschiedensten kulturellen und linguistischen Hintergründen entstammen an und beinhaltet Aspekte wie interkulturelles Lernen, Inklusion und unterschiedliche Lernstrategien. Hierdurch wird ein Schwerpunkt auf die Binnendifferenzierung gelegt, wodurch den unterschiedlichen Lerntypen Rechnung getragen wird. Dies sind neue Bildungsstandards, die in den Schulalltag, der durch Multilingualität und Transkulturalität geprägt ist, integriert werden müssen. Doch der Umgang mit diesen neuen Anforderungen stellt eine große Herausforderung für Lehrer und Lehrerinnen sowie die Schulen dar. Dementsprechend können unterschiedliche Herangehensweisen gefunden werden, wie beispielsweise die Einführung sogenannter „Weltklassen“, in welchen Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund aufgenommen werden, um ihnen die Integration zu erleichtern. Da immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, ist Integration ein wichtiger Aspekt für alle Schularten und Schulsozialarbeiter sowie Lehrer kooperieren, um diesen Prozess zu erleichtern. Dennoch ist das Hauptziel, die kulturelle und linguistische Inklusion, darauf ausgerichtet, eine Bewusstseinsbildung und Annahme von Unterschieden und Gemeinsamkeiten zu erreichen, indem praktische Methoden aufgezeigt werden, wie man mit diesen im Klassenzimmer umgehen kann. Entsprechend können Lehrerinnen und Lehrer aus allen Ländern Europas durch das Modul der Lehrerfortbildung von dem intellektuellen Output und den Erfahrungen, die während des CUSHA Projekts gemacht wurden, lernen. Dies beinhaltet Informationen über eine Vielzahl an Methoden, die gewinnbringend und differenzierend angewandt werden können, da sie sich nicht auf ein bestimmtes Land konzentrieren, sondern sich auf alle Teilnehmer in ganz Europa übertragen lassen. Hierdurch wird der CUSHA Aspekt „Inklusion und Gleichheit“ erfüllt.
  • Die heutige digitale Ära in Kombination mit innovativen Bildungsmethoden und der Betonung eines aktiven Einsatzes moderner Kommunikationsmittel werden in der Lehrerfortbildung berücksichtigt, indem unterschiedliche Aktivitäten, die während des Projektes eingesetzt wurden, vorgestellt werden. Diese umfasse folgende IKT-Instrumente:
  • soziale Medien zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Erleichterung der Kontaktaufnahme.
  • eTwinning mit Aktivitäten, die die Schülerinnen und Schüler auf dieser Plattform teilen können.
  • ein Online Shakespeare Wörterbuch, das die Schülerinnen und Schüler nutzen können, um ihre eigenen Wortfelder zu steuern und zu entwickeln.
  • Plattformen, auf denen Impulsreferate und Materialien zu finden sind, sodass Teilnehmerinnen und Teilnehmer sie gemäß der „Sandwich Methode“ bereits im Vorfeld in ihren eigenen Lerngruppen erproben und dann hierüber berichten können.

Hierdurch wird der CUSHA Aspekt „IKT – neue Technologien und neue digitale Kompetenzen“ erfüllt.

  • Da schwache Leistungen auf dem Gebiet des Leseverständnisses aufgrund zunehmend heterogener Lerngruppen verstärkt auftreten, wird der Einsatz effizienterer und innovativer Unterrichtsmethoden immer zentraler. Das Aufbrechen traditioneller Lerngruppen und die Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler mit Lernenden mit anderen kulturellen und linguistischen Hintergründen ermöglichen integrative und multilinguale Didaktiken. Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, gemäß ihres eigenen Lerntyps und -stils Aufgaben auszuwählen. I in ihren Arbeitsgruppen entscheiden die Schülerinnen und Schüler autonom, wie sie mit ihren verschiedenen Aufgaben umgehen und können unterschiedliche Methoden, die sowohl ihren eigenen Lernpräferenzen als auch denjenigen ihrer Gruppenmitglieder entsprechen, adaptieren wodurch eine Vielzahl an Methoden und Aufgabenstellungen entsteht, die eine große Anzahl der Aspekte, die der Überbegriff Binnendifferenzierung enthält, abdeckt. Obwohl der Schwerpunkt des Projektes hauptsächlich auf Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ und „Der Sturm“ auf Englisch liegt, werden die Schülerinnen und Schüler auch dazu ermuntert, Auszüge in ihrer Muttersprache heranzuziehen, was eine detaillierte Überprüfung des Textes erforderlich macht in Kombination mit der Transferleistung Methoden zu finden, Schülerinnen und Schülern mit anderen kulturellen und linguistischen Hintergründen spezielle Aspekte zu erläutern. Unterschiedliche Leseverständnisaktivitäten sind dementsprechend unabdingbar und werden mit einem Kulturansatz, der nationale, ethnische und linguistische Unterschiede überbrückt und ein höherentwickeltes Bewusstsein bezüglich unterschiedlicher Kulturen ermöglicht, kombiniert. Hierdurch werden die CUSHA Aspekte „Inklusion und Gerechtigkeit“ und „Integration von Flüchtlingen“ erfüllt. Dieser Intellectual Output konzentriert sich auf folgende CUSHA Zielsetzungen:
  • Aufzeigen praktischer Methoden der Förderung kultureller Bildung.
  • Ermutigung der Lehrerinnen und Lehrer, Multilingualität und Transkulturalität in ihren Unterricht als gewinnbringende Aspekte zu integrieren.
  • Thematisierung der Aspekte kulturelles Bewusstsein und interkulturelles Lernen.
  • Steigerung des digitalen Lernens.
  • Berücksichtigung des Bedarfs der Förderung von Binnendifferenzierung und Inklusion.
  • Entwicklung der europäischen Dimension in der Bildungskooperation mit dem Schwerpunkt Multilingualität.

 


Neuigkeiten

  • Vortrag "Revitalization of Italian language" bei der Clarc conference in Rijeka, Kroatien, vom 8.-10.Juni 2018.
  • Poster "CultureShake: A Multilingual and Transcultural Research and Learning Project" von Dr. Annette Deschner auf der Edulearn18 Konferenz in Palma de Mallorca, Spanien.
  • Das ESG wird 60 Jahre alt. Es wurde 1958 gegründet und hatte damals 5 englische und 2 argentinische SchülerInnen - heute sind es mehr als 500 mit mehr als 40 Nationalitäten. Die Geburtstagsfeier findet im Herbst statt.